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Lesedauer: 2,5 min

Veröffentlicht: 10. Januar 2021

Veröffentlicht von: Tobias Heß

RPA UNTERSTÜTZT

Die aktuellen Herausforderungen überlasten die Gesundheitsbranche und haben der Automatisierung einen gewaltigen Aufschwung gegeben. Auf der ganzen Welt suchen Gesundheitssysteme ständig nach schnellen Verbesserungen. Durch die Überbelastung werden bekannte Probleme nun nicht nur sichtbar, sondern zum ernsthaften Risiko. RPA (Robotic Process Automation) hilft dabei, die ausufernden Verwaltungsabläufe zu minimieren und gleichzeitig zu sichern.

Die Gesundheitsbranche kämpft an vielen Stellen mit höheren Auflagen wie andere Branchen und hinkt bei der Digitalisierung hinterher. Zum Beispiel der Umgang mit sensiblen Daten und die strengen Prozeduren, die bei der Bearbeitung und der Aufbewahrung von Gesundheitsakten befolgt werden müssen. Während die Patientenversorgung im Vordergrund stehen sollte, sind Mediziner/innen, Pflegekräfte und andere Angestellte oftmals mit administrativen Aufgaben beschäftigt, die erledigt werden müssen. Begonnen mit dem Anlegen der Patientendaten, detaillierte Berichterstattung, Kommunikation mit den Krankenkassen und so weiter.

Und auch auf organisatorischer Ebene gibt es zahlreiche sich wiederholende Aufgaben, die die Kosten in die Höhe treiben und den Betrieb verlangsamen. Ob es sich um die Anmeldung neuer Patienten und Patientinnen oder um die Abwicklung von Zahlungen handelt, viele Aufgaben sind repetitiv und folgen bestimmten Regeln. Das bedeutet, dass sie automatisiert werden können, wodurch Menschen Zeit gewinnen, sich auf höherwertige Aufgaben zu konzentrieren.

RPA

Mit RPA – Robotic Process Automation am Puls der Zeit bleiben und Unternehmen zukunftssicher gestalten.

Mit RPA (Robotic Process Automation) lassen sich im Gesundheitsbereich diverse Bereiche automatisieren:

  • Terminvereinbarung, Online Terminvereinbarung, Terminwahrnehmung sicherstellen durch SMS-Erinnerung
  • Vorab-Diagnosen
  • Kommunikation mit Versicherungen automatisieren
  • Supply Management: Immer alle Bestände aktuell, automatischer Einkauf bei kritischer Menge, automatisierte Bezahlung der Waren, Lieferanten vergleichen und evaluieren
  • Patientenakten anlegen, Patientenakten vervollständigen
  • Sauberes und immer aktuelles Dokumentenmanagement
  • Kostenvoranschläge erstellen
  • Patientenrechnungen automatisch stellen und verfolgen

Nehmen wir als Beispiel ein allgemeines Pflegekrankenhaus in Europa: mit etwa 2.000 Angestellten, 70.000 Notfallbesuchen und 300.000 ambulante Patienten und Patientinnen jährlich. Dieser Gesundheitsdienstleister kämpfte damit, eine effiziente betriebliche Infrastruktur aufrechtzuerhalten, während sein Kundenstamm ständig wächst.

Das Krankenhaus steht in einem permanenten Spannungsfeld: Einerseits strebt es danach einen hohen und gleichbleibenden Standard in der Patientenversorgung zu bieten, andererseits ist es mit einem Berg an administrativen Tätigkeiten konfrontiert. Diese Anforderungen gilt es in Balance zu halten. Es ist wichtig Abläufe zu dokumentieren, nur leider wird hier die Zeit der Angestellten mit Papierkram oder der Übertragung von handschriftlichen Aufzeichnungen in ein digitales Format gebunden. Diese eher stupiden Arbeiten reduzieren das Zeitkonto für die persönliche Betreuung der Patienten und Patientinnen.

Mit dem Einsatz von RPA konnte das Krankenhaus Teile seiner Prozesse rationalisieren, beschleunigen und gleichzeitig auch die Transparenz für die Patienten und Patientinnen erhöhen. Durch den Einsatz von Softwarerobotern zur Ermittlung der optimalen Lagerbestände oder für Ansprüche und Abrechnungen konnte der Bearbeitungsaufwand deutlich reduziert werden. Patienten und Patientinnen konnten nun von einer Plattform aus auf ihre Krankengeschichte, Abrechnungsinformationen oder Terminpläne zugreifen. Dies bedeutete, dass die Mediziner/innen nun einen besseren Patientenfluss haben und mehr Zeit mit ihnen verbringen konnten, was es dem Krankenhaus erleichterte, seine Kunden zu bedienen und gleichzeitig die rechtzeitigen Zahlungen zu erhöhen.

Einige Vorteile, die ein Krankenhaus oder andere Gesundheitsdienstleister durch RPA sehen können, sind:

  • Rationalisierter Front-Office-Support: Softwareroboter können effizienter und schneller auf Patientenanfragen reagieren, sodass der Patientenfluss sowohl für den Patienten und Patientinnen als auch für die Klinik positiver verläuft.
  • Datensicherheit: Datenübertragungen durch automatisierte Prozesse sind immer vertraulich, wodurch menschliche Fehler von vornherein ausgeschlossen werden.
  • Überlegene Systemkompatibilität: Da es sich bei der Automatisierungssoftware, wie sie von UiPath entwickelt wurde, um einen Prozess handelt, greift sie nicht in bestehende Systeme und Anwendungen im Gesundheitswesen ein. Das bedeutet, dass sie erfolgreich laufen kann, ohne dass zusätzliche Investitionen für Systemänderungen notwendig sind.
  • Besseres Kostenmanagement: Die Kosten eines Software-Roboters betragen nur einen Bruchteil der Kosten eines menschlichen Mitarbeiters. Bei sich wiederholenden, fehleranfälligen Aufgaben kann RPA erhebliche Einsparungen ermöglichen, die reinvestiert werden können und so die Möglichkeit für eine bessere Patientenversorgung bieten.

RPA ist bereits ein wichtiger Digitalisierungsbaustein und wird auch in Zukunft, aufgrund steigender Kosten des Gesundheitssystems sowie steigenden Patientenzahlen immer mehr an Bedeutung gewinnen. In Verbindung mit KI kann man davon ausgehen, dass sich Prozesse und Lösungswege in den nächsten Jahren enorm weiterentwickeln werden und so den Umgang mit Patientendaten sowie die Interaktion mit Patienten und Patientinnen grundliegend verändern werden. Ziel muss es sein, Ärzte und Ärztinnen zu entlasten, Kosten zu senken und den Fokus auf die Behandlung zu legen und somit auch den Service am Patienten zu erhöhen.

Dieser Artikel wurde verfasst von:

Tobias Heß

Tobias Heß

Strategie Partner

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